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Aller schlechten Dinge sind drei oder Wen interessieren die Lokführer?

Bei Frauen ist es ja häufig so, dass man(n) erst merkt, wie wichtig sie einem sind, wenn sie einem fehlen. Diese Problematik lässt isch auch problemlos auf andere Lebensfelder übertragen. Beispiel: Internet.
Ohne geht nicht, musste ich heute feststellen. Traurig, aber wahr. Fing heute Nacht schon an: Ich kam gegen viertel vor drei nach Hause und wollte noch ein wenig im Netz rumstöbern, bzw. schauen, welche Freaks noch online sind. Pustekuchen. Was folgte? Frustriertes PES und Spider Solitär Zocken bis um viertel vor vier. Sieben Stunden Schlaf. Frühstück. Gespanntes Hochfahren des Rechners. Ernüchterung. Ungefähr siebenmaliges Aus- und wieder Anschalten des Routers. Ernüchterung². Telefonat mit Vater. Ernüchterung³. Abfinden mit der Scheiße und aus der Not eine Tugend machen:
"Kann ja eigentlich auch gar nicht so schlecht sein, einmal einen Tag ohne Internet auszukommen."

3 Gründe, warum es nicht nur schlecht, sondern auch schlimm war:

1. Kein Internet = Kein ICQ

Ohne ICQ ist man in Wolken leider von der Außenwelt abgeschnitten. Ich war so verzweifelt, dass ich sogar telefonierte, um wenigstens am Abend unter Leute zu kommen. Wenn es virtuell schon nicht funktioniert, dann doch wenigstens im Real Life. Hat geklappt. Alex' Telefonflatrate sei Dank.

2. Kein Internet = Kein Busfahrplan
Nachdem der Abend geplant war und feststand, dass er sich auch auf den Abend beschränken und nicht ebenso die frühen Morgenstunden beinhalten sollte, beschloss ich, mit dem Bus zu fahren. Da dies ab Wolken bekanntermaßen nicht so einfach möglich ist, brauchte ich eine Abfahrtszeit vom BW-Krankenhaus. Also www.vrminfo.de aufgeru... nein, eben nicht aufgerufen - die Fehlermeldung lachte mich hämisch aus. Wie ich doch herausfand, wann der Bus fahren sollte? Alex' Telefonflatrate sei Dank.

3. Kein Internet = Keine Informationen
Bewerbungen schreiben ist kein Spaß. Schon gar nicht, wenn es sich um Bewerbungen für einen Freiwilligendienst im Ausland bei kirchlichen Organisationen handelt. Ein Beispiel für eine Frage: "Was halten Sie für das zentrale Anliegen christlicher Mission und christlichen Dienstes?" Da ist Kreativität gefragt. Seit einigen Jahren ist das geläufigste Synonym für "Kreativität" jedoch "Wikipedia". Den Rest der Geschichte könnt ihr euch denken. Nur half hier auch Alex' Telefonflatrate nicht weiter.

Glücklicherweise ist mein geliebtes Internet nach einem Tag schon wieder von seinem Streik zurückgetreten. Ganz alleine. Ganz ohne Gehaltserhöhung. Die Lokführer sollten sich ein Beispiel nehmen. Aber wen interessieren die schon, wenn man kein Internet hat? Denn wenn man sich nicht einmal über die Abfahrtszeiten der Züge informieren kann, ist es wohl auch egal, ob sie fahren oder nicht.
11.10.07 01:09


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