* Startseite     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     geschrieben
     gesehen
     gedacht
     geschwallt






In Rainbows

Am 10. Oktober erschien das neue Radiohead-Album "In Rainbows". Leider ging das erst einmal komplett an mir vorbei. Ich war bisher auch kein so großer Radiohead-Fan, kannte nur rund 20 der bekanntesten Lieder. Aufmerksam auf das Album wurde ich allerdings relativ plötzlich, als ich bei last.fm zufällig in den Charts herumstöberte und feststellte, dass Radiohead in einer Woche knapp 3 Millionen mal gespielt wurde - etwa viermal so häufig wie die Zweitplatzierten: The Beatles. Dem musste ich natürlich auf den Grund gehen und tatsächlich: Radiohead hat ein neues Album auf dem Markt.
Nur wie kann es sein, dass ein Album solche Massen polarisiert? Dass so kurz nach der Veröffentlichung schon so viele Leute viel Geld für diese eine CD ausgegeben haben?

Die Antwort fand ich heute und sie ist wunderbar einfach. Die Leute haben nämlich höchstwahrscheinlich gar nicht viel Geld für die Musik ausgegeben. Und nein, ausnahmsweise ist das alles legal. "In Rainbows" wird momentan ausschließlich online zum Download (*klick*) angeboten. Herunterladen kann es jeder, bezahlen muss niemand - kann aber jeder. Die Höhe des Betrags ist dem "Käufer" überlassen.
Und das beste: Die Dateien gibt's sogar im mp3-Format - also keine Probleme mit irgendwelchen nervigen Dateitypen, sondern alles so wie immer.

Sicherlich stellt sich hier die Frage, ob Radiohead sich damit finanziell nicht selbst ein Bein stellt. Das Risiko ist groß, dass kein Schwein zahlt. Doch ich halte die Idee für ziemlich genial. Man kann sich das komplette Album anhören und anschließend bestimmen, wieviel es einem Wert ist. Und ich denke, dass sich genug Leute finden, die einen angemessenen Betrag spenden. Das mag ein wenig naiv klingen - sicher wird es auch verdammt viele geben, die keinen einzigen Cent zahlen und das Album trotzdem lieben. Aber ich denke, dass die Zahlungsbereitschaft grundsätzlich da ist, doch völlig überteuerte CDs einen einfach nicht dazu kommen lassen, Geld auszugeben. 17€ für eine neue CD halte ich für eine Unverschämtheit. Da gefällt's mir schon deutlich besser, wenn ich selbst entscheiden kann.
Und wer sich doch nicht mit mp3-Dateien abfinden und unbedingt eine CD im Regal stehen haben möchte, der wartet bis Januar, denn dann erscheint das Album im Laden und kann nach ganz herkömmlicher Art und Weise gekauft werden.

Zum Album: Herunterladen und genießen!
22.10.07 19:04
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tobi (3.11.07 15:15)
Ich habe gelesen, das Radiohead mit dieser Vermarktungsstrategie anscheinend schon einen Haufen Kohle gemacht hat.
Da dies ein Pilotprojekt ist, das bewusst gegen Plattenfirmen gerichtet ist, zahlen natürlich auch manche gerne.
Generell ist so etwas auch nur möglich bei sehr renommierten Bands... wie halt Radiohead.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung